Versorgungslücken bei Kurzzeitpflege und im Pflegeheim

Versorgungslücken bei Kurzzeitpflege und im Pflegeheim

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) fordert ein verlässliches Angebot für die schnell steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen.

Laut Kai A. Kasri, Landesvorsitzender bpa in Bayern, bedeutet jeder neue Kurzzeitpflegeplatz automatisch den Wegfall eines Heimplatzes. Benötigt würden aber mehr Kurzzeitpflege- und Heimplätze. Die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen brauche verlässliche Antworten: "Wenn Betroffene und ihre Familien inzwischen in vielen Regionen kaum noch Chancen auf eine Entlastung durch Kurzzeitpflege haben, hängt das auch mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zusammen. Der eigentliche Grund liegt jedoch in der stark steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen, wodurch es mittlerweile in allen Leistungsbereichen der Pflege zu Engpässen kommt. Unsere Mitgliedsunternehmen wollen und werden bei der Lösung dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung konstruktiv mitwirken", erklärt Kasri, der betont: "Wir müssen die qualifizierten und motivierten Fachkräfte künftig sehr viel gezielter als heute einsetzen und durch weitere Assistenzkräfte Freiräume schaffen. Eine starre Fachkraftquote ist keine zukunftsfeste Regelung."

Die Versorgungsangebote in der Altenpflege divergieren zunehmend: Neben dem klassischen Pflegeheim und der häuslichen Pflege sind Kombinationsangebote  wie Tagespflege und betreutes Seniorenwohnen sowie Kurzzeitpflege stark nachgefragt. Sowohl private als auch gemeinnützige Anbieter planen bei ihren Neubauten immer seltener rein  stationäre Angebote, sondern setzen auf die alternativen Wohnkonzepte – oder eben sektoren-verbindende und vernetzte Angebote. In der Konferenz "Neue Wege – Wohnen im Alter: Vom Pflegeheim zum integrativen Wohnquartier" werden Ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, Ihr Portfolio zu erweitern und sinnvoll mit anderen Versorgungsformen zu kombinieren.

Foto: Adobe Stock/Kzenon